ÜBER HEIDE
© WILHELM KOCH
Vorschaubild, klicken zum Vergrößern. Ein Ortsgründungsfest feiern die Brühl-Heider nicht: Denn eine offizielle Ortsgründung hat es nie gegeben. Die Ursprünge des Brühler Stadtteils gehen zwar bis ins Mittelalter zurück, als die Abtissin Margareta von Hersel das ehemalige Zisterzienserinnen Kloster Benden gründete. Doch der Ort ent-wickelte sich unabhängig vom Kloster. Erst allmählich ließen sich Bauern nieder, um die Heide- landschaft zu bewirtschaften. Bergarbeiter, die seit 1733 "Brandtorff" und 15 Jahre später auch "Klütten" in Heide gewannen. Zogen im 18. Jahrhundert hinzu.  Zur Zeit hat Brühl-Heide etwa 1.500 Einwohner. Die Straßennamen deuten noch heute auf die zweckhafte Bergbausiedlung hin: Von unten nach oben verläuft die Grubenstraße gut sichtbar durch den Ort. Am westlichen Rand zieht die Barbarastraße eine lange Kurve. Entlang diesel Straßen steht ein Großteil der kleinen Bergmannshäuser. Dort, wo heute Rekultivierungswald und der auf der Abbildung nicht sichtbare "Heider Bergsee" sind, öffneten sich früher Tagebaugruben. Links neben der Grubenstraße und an dem dichten Stück Wald in der Ortsmitte gelegen befindet sich das "Kloster Benden". Der altdeutsche Begriff  "Benden" bedeutet "Wiesen". Die Ordensregeln schrieben Feldarbeit vor: Die Nonnen mussten auf den Feldern und Wiesen arbeiten. Der Zweite Weltkrieg hinterließ seine Spuren am Kloster: Anstelle des steilen Schieferdachs wurde übergangsweise eine Betondecke aufgebracht. Doch längst hat die Bauabteilung von Rheinbraun mit Unterstützung der staatlichen Denkmalpflege Schieferdächer auf das barocke Kloster gesetzt. Nördlich von Brühl-Heide liegt der "Gruhlsee", der auf dem Luftbild oben rechts, am Bildhorizont erkennbar ist. Er ist Teil eines Naturschutzgebietes: Fischen, Rudern oder Schwimmen ist dort nicht erlaubt. Zum Wassersport müssen die Heider an den "Heider Bergsee" gehen: Dort gibt es sogar einen Campingplatz und ein Strandbad. Luftbilder: Ingo Essler, 50321 Brühl Bildtext entnommen aus: REVIER & WERK, Heft 280, Seite 2, April 2000
Heide in ca. 120m Höhe
Über uns . . . Brühl-Heide liegt am Rande der Ville, 2,2 km westlich von Brühl. Im Jahre 1207 gründete hier Margaretha von Hersel ein Zisterzienserinnenkloster Maria in den Benden. Die Gebäude des Klosters wurden oft von Feuerbrünsten heimgesucht.     > Luftbilder: Heide in ca. 120m Höhe <  
Heide in ca. 120m Höhe